#12von12 im Juni

#12von12 im Juni

Ja! Endlich wieder einmal #12von12 – 12 Bilder, am 12. eines Monats! Begleitet mich durch meinen Tag!

Die Übersicht über alle #12von12 gibts wie immer ab nachmittags bei Draußen nur Kännchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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#12von12 im November

#12von12 im November

Mit einem Tag Verspätung kommt heute das November-12von12: 12 Bilder, am 12. eines Monats! Begleitet mich durch meinen Tag!

Die Übersicht über alle #12von12 gibts wie immer ab nachmittags bei Draußen nur Kännchen!

#12von12 and done….! #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday #instafood

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Wie war euer Tag? Und wir sehen uns im Dezember!

 

 

Das Ludwigfestival im Kunstareal – „Werke ausgezeichneter Schönheit will ich erwerben!“

Das Ludwigfestival im Kunstareal – „Werke ausgezeichneter Schönheit will ich erwerben!“

…so ein Zitat des bayrischen Königs Ludwig I. (1786-1868) und im Jahr 1816 erreichten die ersten dieser Erwerbungen München, eine Reihe altägyptischer Statuen, die Ludwig für die Ausstellung antiker Kunst in der neu zu bauenden Glyptothek vorgesehen hatte.

Diese Erwerbungen jähren sich 2016 zum 200. Male und so haben wir dieses Jahr zum „Jahr der Sammlungsgeschichte“ erklärt. Führungen und Vorträge widmen sich dem Thema, eine Publikation und eine Präsentation im Museum sind in Vorbereitung. Da Ludwigs Erwerbungen sich aber nicht nur in unserem Haus, sondern auch in zahlreichen anderen Museen Münchens zu finden sind, und er auch mit vielen Bauwerken in der Stadt seine Spuren hinterlassen hat, entstand die Idee zu einem „Ludwig-Festival“: ein Tag, der sich der Vielfalt von Ludwigs Wirken widmen sollte. Neben uns konnten wir die Abtei St. Bonifaz, Alte und Neue Pinakothek, KUNST-TOUR Christoph Engels, Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke und die Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek sowie das Museumspädagogische Zentrum MPZ dafür begeistern.

Um das Festival auch medial zu bewerben – und weil wir es längst schon einmal vorhatten – gab es am 22. Oktober als Auftakt ein Social-Media-Event unter dem Hashtag #ludwigfestival. 15 Blogger, Twitterer, Instagrammer oder „ganz normale“ Teilnehmer hatten sich angemeldet, zusammen mit Markus Wagner vom MPZ einen Rundgang über den Königsplatz zu unternehmen und sich die Pläne und Konzeption Ludwigs I. erklären zu lassen.

Nachlesen kann man das Event in Gänze in den verschiedenen Plattformen, hier soll an dieser Stelle nur eine (kleine) Zusammenfassung und ein persönlicher Rückblick erfolgen. Vielleicht kann ich ja auch alles unterbringen, was ich vorbereitet und dann im Eifer des Gefechts nicht untergebracht habe, denn es ist nicht ganz so einfach, zuzuhören, zu  folgen, gleichzeitig zu twittern, Fotos zu machen, ein paar Instagram Bilder hochzuladen, die entsprechenden Hashtags nicht zu vergessen und dabei natürlich noch ein Auge auf den Stadtverkehr und seine Mitmenschen zu haben. Aber, wir sind ja multifunktional!

Nachdem es am Vortag noch windig, kalt und regnerisch war, zeigte sich der Herbst zum Event von seiner schönen Seite: ein strahlenblauer Himmel lachte auf den Königsplatz hinunter.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es auch schon mitten hinein. Ludwig I. war bayrischer König von 1825 bis 1848, mit den Planungen des Königsplatzes, seiner Museen und den ersten Erwerbungen begann er allerdings bereits als Kronprinz! Das Konzept des Königsplatzes  stammt von Karl von Fischer und Leo von Klenze, der Platz sollte die Säulen des neuen Bayern abbilden: das Königtum mit den Propaläen, die Kunst mit der Glyptothek, die Technik mit dem heute von der Antikensammlung genutzten Gebäude, dem Militär mit einer allerdings nie gebauten Akademie und der Religion mit der Kirche St. Bonifaz.

Die Propyläen

Die Propyläen“Ich werde nicht ruhen, bis München aussieht wie Athen.”

Dies war einer der Leitsprüche Ludwigs und so hat er sich auch die griechische Architektur für dieses Tor zum Vorbild genommen. Früher führte der Verkehr noch direkt hindurch, inzwischen kann man nur noch zu Fuß hinein. Das Tor war ursprünglich die Grenze der Maxvorstadt!

Im Inneren kann man seine Griechischkenntnisse aufbessern – die Namen verschiedener Förderer sind dort genannt.

Auf den Friesen der Außenseite wird der griechische Freiheitskampf und die Staatsidee des neuen Griechenland gezeigt, der Sohn Ludwigs, Otto, thront als griechischer König in der Mitte. Und schon gewußt? Die blau-weiße Farbe der griechischen Fahne orientiert sich an der Farbe der bayrischen Flagge!

Die Glyptothek

Die erste altäygptische Erwerbung Ludwigs war Ende 1815 die Statue des Gottes Horus, die den Besucher auch heute noch im Ägyptischen Museum als erstes Objekt begrüßt! Damals lief sie allerdings noch unter der Bezeichnung „Barberinischer Osiris“.

Die Glyptothek spiegelt die Begeisterung Ludwigs für die Antike wieder. „Wir müssen auch zu München haben, was zu Rom museo heißt!“, so Ludwig. Dieses Museum war eines der ersten Spartenmuseen und widmete sich der antiken Kunst – beginnend mit der altägyptischen, so wie es auch Johann Joachim Winckelmann in seiner Kunstgeschichte tat! Und da Ludwigs Interesse vor allem in der Rundplastik lag, ist dies bis heute der Sammelschwerpunkt des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst!

Wenn man heute die Glyptothek betritt, so ist der erste Saal links der ursprüngliche Ägyptische Saal. Sein Aussehen hat man nur noch auf alten Fotos und Zeichnungen. Die Glyptothek wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, alle ägyptischen Objekte 1970 zu einem eigenen Museum zusammengefasst.

Und schon gewusst?

Die Antikensammlung

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Der Glyptothek gegenüber findet sich heute die Antikensammlung. Dem Bildprogramm im Giebel kann man allerdings entnehmen, daß sie ursprünglich als Ausstellungshalle für technische Innovationen gedacht war! Ludwig hatte einen starken Modernisierungswillen und widmete sich dem Ausbau der Eisenbahn und verschiedenen Kanalbauten.

Bald schon jedoch war das Gebäude zu klein, deswegen baute man im Bereich des heutigen Alten Botanischen Gartens den Glaspalast, der aber 1931 durch einen Brand komplett zerstört wurde. Heute steht dort das Park-Cafe!

Oft vergessen gehört zu den Gebäuden des Königsplatzes noch eines, das sich hinter der Antikensammlung befindet!

 

 

 

 

St. Bonifaz

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Kirche und Abtei St. Bonifaz sind von Ludwig gegründet worden – aus ureigenem Interesse. Ludwigs Ehefrau Therese war nämlcih protestantisch und die anderen Kirchen weigerten sich, ihn, der katholisch war, und seine Frau gemeinsam beizusetzen. Er ließ St. Bonifaz unter der Voraussetzung bauen, daß sie hier gemeinsam liegen könnten, aber als es soweit war, weigerte man sich doch. Es wurde als Kompromiss dann ein Gang von außen gegraben und Therese unter dem geweihten Boden beigesetzt.

Erst viel später wurde sie umgelagert und liegt nun heute doch neben ihrem Ehemann.

Auch St. Bonifaz wurde im Krieg stark zerstört. Im Inneren erinnert nicht mehr viel an das ursprüngliche Aussehen.

Schon gewußt? St. Bonifaz ist das Stammhaus des Klosters Andechs!

 

 

„Das schönste zu erwerben ist mein Wille!“

DasWetter war uns zwar gewogen, aber dauerhaftes Tippen macht die Finger doch kalt und so ging es nach der gut 90minütigen Führung noch ins Ägyptische Museum, wo sich alle Teilnehmer noch mit Keksen, Tee und Kaffee aufwärmten und stärkten.

Und nachdem wir so viel über die Gebäude des Königsplatzes und die ursprüngliche Aufstellung der altägyptischen Objekte gehört hatten, schloß sich noch ganz spontan eine Führung im Ägyptischen Museum an, wo wir die Erwerbungen Ludwigs dann noch einmal direkt in Augenschein nehmen konnten.

 

Ludwig ließ sich gerne als Förderer der Künste darstellen. Dies Bild findet sich heute in der Neuen Pinakothek:

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Links im Hintergrund finden sich versteckt auch ein altägyptisches Objekt. Es handelt sich um eine (freie künstlerische) Darstellung der Familienstatue des Sibe und seiner Frau, heute im Raum „Kunst und Form“ im Ägyptischen Museum zu sehen.

Ich hätte noch viel mehr schreiben können, vielleicht gibt es ja noch einen Beitrag „Ludwigfestival Teil 2“ 😉

An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herzlich bei allen Beteiligten, Teilnehmern und Interessenten des #ludwigfestival-Events bedanken. Ich bin gespannt, was noch an Fotobeiträgen und Blogeinträgen in den nächsten Tagen folgt.

Wenn Du, lieber Leser, jetzt spontan Lust auf noch mehr Ludwig hast – das eigentliche Ludwigfestival mit vielen Veranstaltungen im Kunstareal München ist gerade um 11 Uhr am heutigen 23. Oktober gestartet und läuft noch den ganzen Tag, auch das Wetter lädt zu einem herbstlichen Rundgang ein. Das vollständige Programm gibt es auf der Seite des Ägyptischen Museums.

 

 

#12von12 im Juli

#12von12 im Juli

Ich finde es ja immer wieder erschreckend, wie schnell so ein Monat rumgeht…schwupps, ist schon wieder der 12. Juli und ich habe seitdem nichts im Blog geschrieben…*schäm*

So sei es…es ist wieder #12von12!

Begleitet mich durch meinen Tag: 12 Bilder, am 12. eines Monats!

Die Übersicht über alle #12von12 gibts wie immer ab nachmittags bei Draußen nur Kännchen!

Kind vom Hort abgeholt 🙂 #9von12 #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday

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Jetzt hats mit der Fertigstellung doch noch einen Tag gedauert, aber jetzt ists vollständig – bis zum nächsten #12von12 🙂

Murmeltiertag!

Murmeltiertag!

Manchesmal kommt einiges zusammen….eine kleine Spezialisierung auf besondere Jahrestage, die sich im letzten Jahr für die Social Media-Aktivität bei uns im Museum ergeben hat und die Leidenschaft der Museumschefin, was alles Hörnchentierartige betrifft, so sammelt sie unter anderem Murmeltiere!

Heute, am 2. Februar ist der berühmte Murmeltiertag, der Groundhog-Day, den jeder kennt, der schon einmal „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gesehen hat. Für diesen Tag haben wir etwas vorbereitet und das Murmeltier Phil auf Reise durch unser Museum geschickt. Für euch heute der Murmeltiertag im Museum zum Nachlesen!

#MunichInstaSwap

#MunichInstaSwap

Am vergangenen Wochenende war es soweit – es fand der erste #MunichInstaSwap statt. Doch was ist das eigentlich?

Ein Swap ist zunächst einmal die Bezeichnung für einen Tausch, Insta ist die Bezeichnung für die Plattform, auf der das Ereignis stattgefunden hat: Instagram. Und Munich für München!

Bei diesem Tausch wurden zwei Kultureinrichtungen per Losverfahren miteinander verpaart, besuchten sich gegenseitig und berichteten via Instagram von ihren Eindrücken. Ähnliche Aktionen hatten auch schon Ende November in Hamburg(#museumswaphamburg) und im August in London (#museuminstaswapstattgefunden. Die Idee, so etwas auch in München stattfinden zu lassen entstand spontan in einer Twitterdiskussion, schnell erklärten sich die Kulturkonsorten bereit, das ganze zu organisieren und schon fanden sich die ersten Teilnehmer.

Schlußendlich wurden es 10 Kulturinstitutionen – im Gegensatz zu Hamburg und London war das Teilnehmerfeld nicht nur auf Museen beschränkt, was spannende neue Einblicke und Eindrücke brachte – und die endgültigen Paarungen wurden Anfang Dezember verkündet.

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Uns, dem Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, wurden die Pinakotheken zugeordnet – die ja dankenswerterweise uns räumlich direkt gegenüber liegen und deren Social-Media-Chefin Antje Lange auch schon bei verschiedenen Aktionen bei uns zu Gast war. Der #MunichInstaSwap sollte am Wochenende 5./6. Dezember stattfinden – doch braucht so eine Aktion auch eine gewisse Vorbereitung, so daß Antje und ich zunächst einmal Informationsmaterial in Form von Katalogen und Presseinfos zu den Häusern austauschten und dann die gegenseitigen Besuche vereinbarten – ich war am Donnerstag Nachmittag in den Pinakotheken (Neue und Alte), Antje kam am Freitag zu uns ins Museum.

 

Wie geht man das Ganze nun an? Worüber sollten wir als Ägyptisches Museum in den Pinakotheken berichten? Was würden die anderen machen? Das wurde offen gelassen, jeder konnte seinen eigenen Schwerpunkt wählen.

Beim Blättern in den Katalogen der Pinakotheken schaute ich – naturgemäß und ganz automatisch – nach Aegyptiaca in den Gemälden und versuchte, darüber Anknüpfungspunkte zu unserem Haus zu finden. Einiges lag ganz klar auf der Hand:

Bei anderen Bildern habe ich auf spontane Assoziation gesetzt:

Manche Ideen hat unser Praktikant Christoph, der uns beim Rundgang begleitet hat, geliefert – das hätte ich ganz übersehen!

Und ich muß ja zugeben – trotz räumlicher Nähe, einer doch gewissen Kulturaffinität und schon seit 10 Jahren in München war es mein erster Besuch in der Neuen Pinakothek – wie peinlich. Habe aber beschlossen, daß Mann und Sohn demnächst mal bei einem privaten Besuch mitkommen dürfen und wir uns das ganze Museum in Ruhe anschauen – denn an einem Nachmittag durch zwei große Häuser zu laufen ist doch schon ganz schön anstrengend – die Pinakothek der Moderne und die Sammlung Schack haben wir gar nicht mehr geschafft, aber ich hatte auch so schon genügend Inspiration gefunden und habe am selben Abend noch rund 40 Postings vorbereitet und geschrieben.
Das ganze Wochenende bedurfte einiger Organisation im Hintergrund, denn am Samstag fand bei uns im Museum noch eine Veranstaltung aus der Reihe „Altägyptische Literatur“ statt, bei der ich am Nachmittag noch einen Vortrag halten und alles vorbereiten durfte, abends hatten wir Konzertkarten und Sohnemann übernachtete bei einer Freundin, am Sonntag hatte ich ihm versprochen, daß wir nachmittags ins Kino gehen und ein Nachteil von Instagram ist, daß man keine Postings vorbereiten kann, sondern immer „live“ die Beiträge abschicken muß – war spannend 😉

Am Freitag Nachmittag stand der Besuch unseres Hauses auf dem Plan – nun sind wir wesentlich kleiner als die Pinakotheken und so konnten wir bei uns noch viel mehr hinter die Kulissen schauen – wir haben die Magazine und das Lager besucht und wirklich in fast jeden Raum hineingeschaut. Das hatte zur Folge, daß wir bei uns genauso lange unterwegs waren wie in den beiden Pinakotheken, jeweils etwa 3 Stunden und wo gegen Ende des Besuches in den Pinakotheken bei mir aufgrund der Fülle der Bilder einfach auch die Aufmerksamkeit nachgelassen hat, mussten wir beim Gegenbesuch in unserem Haus zum Schluß ordentlich Tempo geben, um auch alles zu schaffen. Ich glaube, wir hätten an den Besuch noch mindestens 2 Stunden dranhängen können, wenn es gepasst hätte – auf jeden Fall war es spannend zu sehen, was die Pinakotheken am Wochenende als Ergebnis des Besuches gepostet haben!

Alles in allem haben mir die Besuche und die Aktion am Wochenende sehr viel Spaß gemacht – ich hoffe, daß ein solcher InstaSwap bald wiederholt wird und bin gespannt, bei welchem Partner wir dann schauen dürfen!

Wer die ganze Aktion noch einmal nachlesen möchte, der kann dies bei Storify tun:

#MunichInstaSwap

Pinakotheken und Ägyptisches Museum

Auch bei den Kulturkonsorten gibt es einen

Rückblick auf den #MunichInstaSwap

Hier findet man uns bei Instagram:

Ägyptisches Museum

Pinakotheken

 

Hast Du den #MunichInstaSwap live verfolgt? Wie hat Dir die Aktion gefallen? Und in welchen Social Media bist Du unterwegs? Wie immer freue ich mich über Rückmeldung!

 

Phänomen #Selfie

Phänomen #Selfie

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe und die Kulturkonsorten laden ein zur Blogparade zum Thema Selfies anlässlich der Ausstellung „Ich bin hier!“.

Eigentlich bin ich ja für Selfies schon viel zu alt. Ich kann diesen Hype nicht verstehen, sich immer und überall in Szene zu setzen. Abgesehen davon find ich mich nicht wirklich fotogen, selbstgemachte Bilder sind noch schlimmer….die Anzahl Selfies, die es von mir gibt, kann man glaube ich an einer Hand abzählen.

Das Phänomen dieses „Ich und…“ ist ja aber nicht neu – neu ist nur, daß inzwischen fast jeder ein Smartphone hat und selber knipsen kann. In früheren Zeiten musste man noch einem Vorbeilaufenden dafür die Kamera in die Hand drücken und um ein Foto bitten.

Ich erinnere mich da an die Star-Trek-Conventions, die ich in früheren Jahren des öfteren besucht habe – es waren natürlich auch die entsprechenden Schauspieler zu Gast. Wenn man Glück hatte, dann begegnete man einem im Getümmel und sofort wurden gemeinsame Bilder gemacht: „Ich und George Takei“, „Ich und John de Lancie“, „Ich und XY“. Nicht nur das, in späteren Jahren wurden regelrechte Foto-Panels angeboten, wo man sich vor blauem Hintergrund zusammen mit seinem Star gegen entsprechendes Entgelt ablichten lassen konnte. Ich habe das nie mitgemacht, irgendwie fehlt mir da das Verständnis dafür. Was hab ich davon, was bringt mir das. Hm.

Das erste Selfie was ich gemacht habe, ist noch gar nicht so alt….das war vor 2 Jahren in Heidelberg, wo ich das erste Mal für ein paar Tage von Mann und Sohn getrennt war…es war auch gar nicht für die große weite Welt gedacht, sondern nur ein Gruß an die Daheimgebliebenen. Genauso wie die Selfies, die ich jetzt bei meinem Ägypten-Aufenthalt gemacht habe – und natürlich der Beweis, daß ich es dann doch endlich mal ins Land der Pharaonen geschafft habe.

Nunja, und dann war da ja noch die Gruppe ägyptischer Schüler (und andere Besucher!) in Philae, die alle unbedingt ein Selfie mit mir haben wollten – warum, ist mir auch immer noch unverständlich, denn weder bin ich prominent, noch besonders fotogen, noch kannten mich die Herrschaften irgendwie.

Abschließend bleiben viele Fragen und ein gewisses Wundern über das Phänomen Selfie. Ich persönlich nutze die Social Media meistens dazu, meine Sicht auf die Welt zu präsentieren und nicht der Welt einen Blick auf mich zu erlauben – vielleicht ist auch das ein Grund, warum ich mit den Selbstporträts nicht so wirklich warm werden kann 😉