Vinzenz on Tour – Tag 3 im Ägyptischen Museum

Vinzenz on Tour – Tag 3 im Ägyptischen Museum

Aller guten Dinge sind 3, heißt es – und heute war der dritte und leider auch letzte Tag, an dem Vinzenz aus dem Holzknechtmuseum in Ruhpolding bei uns im Ägyptischen Museum zu Gast war.

Wir erinnern uns, am ersten Tag war Vinzenz bei uns im Magazin unterwegs, am zweiten hat er sich die Särge in der Dauerausstellung angeschaut und sich seiner größten Angst – der Begegnung mit einer Mumie – gestellt! Mutig geworden begab er sich am Abend in einem Sarg zur Ruhe.

Tja, oftmals passieren in der Nacht unvorhergesehen Dinge und so, heute Morgen…:

Es sei mir als Vinzenz-Betreuerin ein kleiner Blick hinter die Kulissen erlaubt. Ich mache mir für soclhe Aktionen meist keinen großen Plan, vieles geschieht spontan. Montag im Magazin, dann in der Dauerausstellung und die Begegnung mit einer Mumie, soviel stand für mich fest, der Rest der dreitägigen Geschichte ist meist erst beim Fotografieren entstanden. Die Idee, Vinzenz in eine Mumie zu versammeln, der kam mir in der Tat erst heute früh, als ich Vinzenz im Sarg aus seinem Schrank geholt habe!

Mit priesterlicher Hilfe und Unterstützung des Pharao konnte Vinzenz natürlich wieder zurückverwandelt werden:

Heute haben wir uns dann ein wenig mit der altägyptischen Sprache beschäftigt. Wir haben uns ein kleines Figürchen aus Ebenholz und Papyrus angeschaut.

Aus beiden sind Worte entstanden, die wir auch heute noch in unserer Sprache wiederfinden! Ich finde es immer unglaublich spannend, daß sich solche „Fachbegriffe“ bis in unsere heutige Zeit erhalten haben!

„Hebeni“ war die altägyptische Bezeichnung für Ebenholz, aus „Pa-per-aa“ wurde im Griechischen „Papyros“ und daraus entstand unser Wort Papier – wir sprechen heute noch ein wenig Altägyptisch!

Zum Ende hin musste ich Vinzenz doch noch ein wenig ärgern…es gibt mit der „Lehre des Cheti“ einen wunderbaren altägyptischen Text, der auch die „Berufssatire“ genannt wird – vielerlei Berufsgruppen werden äußerst negativ dargestellt, um den Beruf des Schreibers umso mehr als den idealen Beruf herauszugreifen.

Daß Vinzenz sich heute selbst als Schreiber bei uns versucht hat, ist ein weiterer dieser Zufälle, die sich oft fast von selbst ergeben und das ganze zu einer runden Sache machen!

Damit ist Vinzenz‘ Besuch bei uns heute leider auch schon wieder viel zu schnell zu Ende gegangen…wir hätten ihn durchaus noch länger beschäftigen können. Morgen bezieht er wieder seinen Koffer und seinen Karton und geht auf die Reise zu seiner nächsten Station!

Bleibt dran und folgt Vinzenz auch weiter auf seiner Reise!

Wer noch ein wenig mehr über das Holz im alten Ägypten wissen möchte, ich habe da vor Urzeiten mal einen Artikel zu verfasst: Holzkunst im Land der Pyramiden

Auch zu den Hieroglyphen habe ich an anderer Stelle schon geschrieben: Hier und hier

Vinzenz on Tour – Tag 2 im Ägyptischen Museum

Vinzenz on Tour – Tag 2 im Ägyptischen Museum

Den ersten Tag hat Vinzenz, das Maskottchen des Holzknechtmuseums in Ruhpolding und „der kleinste Museumspädagoge der Welt“ gut im Ägyptischen Museum überstanden – es war Zeit für eine weitere Entdeckungsreise!

Heute ging es in die Dauerausstellung des Museums, natürlich immer auf der Suche nach Holzobjekten! Die größten Stücke, die wir au Holz haben, sind Särge:

Das zentrale Stück in unserem Raum „Jenseitsglauben“ ist auch ein Teil eines Sarges – die goldene Maske der Königin Satdjehuti.

140 Zeichen auf Twitter reichen ja nie aus, um die Geschichte zu den Stücken zu erzählen – das soll an dieser Stelle nachgeholt werden!
Satdjehuti ist eines der Prunkstücke des Museums und auch eines der am besten untersuchten. Durch Holzanalysen hat man herausgefunden, daß der hauptteil der Maske aus Sykomore besteht.
Särge sind im alten Ägypten nie aus einem Stück Holz gefertigt, sondern aus verschiedenen Teilen zusammengefügt. Diese Holzteile sind zusammengedübelt – die Dübel bestehen aus der wesentlich festeren Tamariske.
Der Sarg schützte die Mumie im Inneren – es bestand jedoch durch die Ritzen zwischen den Holzteilen die Gefahr, daß böse Geister in den Sarg eindringen und der Mumie schaden könnten. So bemalte man die Stoßkanten der Hölzer in Rot, um durch diese Farbe das Böse abzuwehren. Die Frabreste kann man noch gut auf der Rückseites des Sarges erkennen und auch die Holzdübel!

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Satdjehuti lebte in der sogenannten Zweiten Zwischenzeit, in der 17. Dynastie, um 1575 v. Chr. Es war die zeit der ersten Fremdherrschaft in Ägypten. Wandernde Beduinenstämme waren aus dem Gebiet von Syrien und Palästina in das Delta eingewandert und hatten sich dort niedergelassen. Das gegen Ende des Mittleren Reiches sehr schwache ägyptische Königshaus zog sich immer weiter in den Süden bis nach Theben zurück, im Norden gründeten die „Heqa Chasut“ – die „Herrscher der Fremdländer“ – ein eigenes Reich und eine Hauptstadt. In der griechischen Überlieferung nannte man sie später die Hyksos.
Für königliche Särge verwendete man in Ägypten normalerweise das wertvolle Zedernholz aus Byblos und dem Libanon, doch der Handelsweg nach Norden war in der Zweiten Zwischenzeit durch die Hyksos versperrt und deswegen ist der Sarg der Satdjehuti aus einheimischen Hölzern gefertigt!
Auf das Holz hat man eine dünne Stuckschicht aufgetragen, darüber Blattgold, so daß der ganze Sarg aussah, als wäre er aus purem Gold gefertigt.

Wer noch mehr über Satdjehuti wissen will, dem sei der Katalog „Im Zeichen des Mondes“ ans Herz gelegt – er ist erhältlich in unserem Museumsshop!

Vinzenz war von den Särgen auf jeden Fall so beeindruckt, daß er gleich in einem nächtigen wollte!

Wir sind gespannt, was der morgige Tag bringt!

Alle Abenteuer von Vinzenz sind bei Twitter zu verfolgen: #VinzenzOnTour
Oder auf der Seite des Holzknechtmuseums: Vinzenz On Tour

Vinzenz on Tour – Tag 1 im Ägyptischen Museum

Vinzenz on Tour – Tag 1 im Ägyptischen Museum

Social Media braucht immer mal wieder witzige und ungewöhnliche Aktionen – eine davon läuft aktuell. Sie nennt sich „Vinzenz on Tour“ und wurde vom Holzknechtmuseum Ruhpolding ins Leben gerufen. Mit Vinzenz tourt der „kleinste Museumpädagoge der Welt“ durch verschiedene Museen und andere Institutionen.
Seine Reise kann man online verfolgen, bei Twitter zum Beispiel unter dem Hashtag #VinzenzOnTour.

Vom 23. bis 25. Januar ist Vinzenz bei uns im Ägyptischen Museum zu Gast – es gibt vielerlei zu entdecken und es gäbe auch noch viel mehr zu schreiben – Vinzenz ist sehr wissbegierig und in 140 Zeichen lässt sich die Welt der alten Ägypter nur unzureichend erklären. Als Ergänzung gibt es deswegen noch diesen Blogartikel!

Damit Vinzenz bei uns im Museum nicht alleine unterwegs ist, haben wir ihm einen Begleiter zur Seite gestellt:

Nicht zuletzt dank des Playmobil-Familientages, den wir Mitte Januar veranstaltet haben, verfügen wir über einen reichen Fundus entsprechender Figuren. Vinzenz wird in den nächsten Tagen sicher dem ein oder anderen noch begegnen. Wer im übrigen mehr über unseren Ramses erfahren will – er ist seit letztem Jahr der Star in einem Film, den wir mit Kindern im Rahmen einer Ferienaktion gedreht haben. Hier gibts den entsprechenden Beitrag.

Für Vinzenz stand heute am ersten Tag zunächst einmal die Besichtigung des Magazines auf dem Plan. Montags ist das Museum geschlossen, da bot sich so ein exklusiver Blick hinter die Kulissen doch an. Vinzenz zeigte sich zunächst aber etwas übereifrig im Umgang mit den historischen Objekten. Zum Glück konnte ihn Ramses noch bremsen!

Beim Besuch im Magazin durften die Särge nicht fehlen. Vinzenz war hoch begeistert und griff gleich selbst zum Fotoapparat.

Dabei stellte sich Vinzenz eine Frage:

Die Ägypter glaubten an ein Weiterleben nach dem Tod. Wenn man verstorben war, so wachte man im Jenseits wieder auf. Das jenseitige Leben, an das man im alten Ägypten glaubte, musste gut vorbereitet sein, deswegen nahm man vielerlei Beigaben mit ins Grab: Nahrungsmittel, Schmuck und Schminke, Werkzeug, Möbel… Um aber in alle Ewigkeit immer gut versorgt zu sein, stellte man diese Beigaben oder auch ganze Handwerkerszenen auch auf den Wanddekorationen des Grabes dar. Interessant für Vinzenz, dort wurden auch Holzhandwerker dargestellt!
Im alten Ägypten gab es zahlreiche Literatur über das Jenseits, so daß wir gut darüber informiert sind, wie man es sich vorgestellt hat; ja, es gibt sogar richtige Landkarten! Das Jenseits war bevölkert von unterschiedlichsten Wesenheiten, Göttern und Dämonen. Manche davon hat man in späterer Zeit auch auf den bunt dekorierten Särgen dargestellt.
Vinzenz hat ja schon die ganze Zeit Angst vor Mumien – zu denen wird er morgen etwas hören!

Als Vorbereitung habe ich dazu hier im Blog auch schon mal etwas geschrieben…

Soviel auf die Schnelle für heute, in den nächsten Tagen gibt es noch mehr mit und über Vinzenz zu lesen!

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#12von12 im November

#12von12 im November

Mit einem Tag Verspätung kommt heute das November-12von12: 12 Bilder, am 12. eines Monats! Begleitet mich durch meinen Tag!

Die Übersicht über alle #12von12 gibts wie immer ab nachmittags bei Draußen nur Kännchen!

Los geht's bei den #Wissenschaftstagen! #3von12 #12von12 #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday #wasser

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Ja! Das ist ein Hauch von #Sonne! #6von12 #12von12 #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday

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#12von12 and done….! #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday #instafood

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Wie war euer Tag? Und wir sehen uns im Dezember!

 

 

#12von12 im Oktober

#12von12 im Oktober

Manchmal find ich es ja wirklich etwas unheimlich…die Zeit rast dahin! Kaum schaut man sich um, ist der Sommer schon wieder vorbei, herbstelt es draußen ganz kräftig, 4 Wochen sind verflogen, es ist wieder #12von12! Ich habe schon wieder keinen anderen Beitrag auf dem Blog geschrieben, obwohl ich noch so einige in der (geistigen) Leitung habe. Seufz. Mal schauen, wie es in 4 weiteren Wochen aussieht!

Begleitet mich aber jetzt durch meinen Tag: 12 Bilder, am 12. eines Monats!

Die Übersicht über alle #12von12 gibts wie immer ab nachmittags bei Draußen nur Kännchen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sehen uns im November 😉

Bier im alten Ägypten – Ein Experiment

Bier im alten Ägypten – Ein Experiment

2016 jährt sich das bayerische Reinheitsgebot des Bieres zum 500. Mal  – da in Bayern das Bier ja quasi eines der Grundnahrungsmittel darstellt, ist dies natürlich ein Grund zum landesweit Feiern!

Für uns im Ägyptischen Museum lag es nahe, uns diesem Jubiläum anzuschließen und dem Besucher zu zeigen, daß Bayern und Altägypter ganz ähnlich ticken – denn im alten Ägypten gehörte schon vor 5000 Jahren das Bier zu den Grundnahrungsmitteln, zum Lohn der Arbeiter und natürlich als Versorgung für die Verstorbenen im Jenseits!

„Ein Opfer, das der König gibt durch Osiris, den Herrn von Busiris, den Ersten der Westlichen, den großen Gott, den Herrn von Abydos. Er möge geben ein Totenopfer, (bestehend aus) Brot, Bier, Rind, Geflügel, Leinen und Alabaster, (sowie) alle guten (und) reinen Dinge…“

So lautet der einführende Text auf vielen Grabstelen aus dem alten Ägypten.

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Relief mit Bierbrauszene im Ägyptischen Museum München (c) Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, Foto: M. Franke

Wir wollten uns nun der Herstellung des ägyptischen Bieres widmen. Zwar sind wir durch viele Abbildungen über den Herstellungsprozess informiert, genaue Rezepte sind leider nicht überliefert.
Bier war im alten Ägypten eng mit der Brotherstellung verbunden. Braubrote wurden geformt, leicht angebacken, so daß sie im Inneren noch klebrig waren, sich außen aber schon eine Kruste gebildet hatte. Diese Braubrote wurden dann mit Wasser vermengt, die Flüssigkeit durch ein Sieb abgegossen und zum Gären stehengelassen.
Das war alles, was wir für unser Experiment an Vorgaben hatten. Ziel des ganzen war es, daraus ein kleines mediales Ereignis zu machen – live brauen sozusagen – und auch im Museum Gruppenführungen zum Bier mit anschließender Verkostung anzubieten. Es musste also eine genießbare Flüssigkeit hergestellt werden.

Das erste Experiment fand in meiner heimischen Küche statt. An Zutaten habe ich mich rein auf Gerste beschränkt. Die wurde auch im alten Ägypten schon angebaut.

„Nimm helle, reine, schöne Gerste (…) mahle die Körner und Bereite Brote, d.i. Malzbrote, indem du Sauerteig wie zu gewöhnlichem Brot hinzugibst; dann röste diese Brote, aber nur oberflächlich und wenn sie Farbe bekommen, so kläre ein süßes Wasser ab und seihe es durch einen Seiher oder ein feines Sieb (…)“
So schreibt Zosimos um 400 über das ägyptische Bier und das war meine Rezeptgrundlage.

Aus meinem eigenen vorhandenen Sauerteig habe ich einen Gerstensauerteig umgezüchtet. 100 Gramm von diesem Sauerteig habe ich mit 150 Gramm Gerstenmehl vermengt, 250 Gramm Gerstenmalz dazugetan und mit 300 Milliliter Wasser aufgegossen. Dieser Teig wird gründlich geknetet, zu flachen Fladen geformt und darf dann etwa 3 Stunden gehen.
Danach wird er bei 250° etwa 15 Minuten gebacken. Nachdem das Braubrot etwas abgekühlt aber noch warm ist, wird es zerbröselt und mit 3 Liter Wasser aufgegossen.
Gerste enthält relativ wenig Kleber – das führt dazu, daß einem das Braubrot schon fast in den Händen zerbröselt, wenn man es aus dem Ofen holt. Für ein normales Brot zum Essen ist es nicht sehr gut geeignet – zum Brauen aber ist es perfekt!

Ich habe dann das ganze nicht abgegossen, sondern es so stehen gelassen, mit der eingeweichten Brotmatsche drin, die relativ bald auf den Boden meines Braugefäßes gesunken ist.

Am nächsten Tag war vom Brot selber gar nichts mehr zu sehen, nur noch eine dunkle, fast schwarze, brotig riechende Flüssigkeit schaute mir entgegen. Noch einen tag später war die Farbe der Flüssigkeit umgeschlagen in ein goldgelb und die Hefe hatte ihre Arbeit aufgenommen. Die Flüssigkeit blubberte fröhlich und hörbar vor sich hin!

Ich habe das ganze dann eine Woche stehen gelassen, dann wurde die Masse abgeseiht. Das erwies sich als ziemlich schwierig, die Brotmatsche unten drin war ziemlich matschig und hat jedes Sieb zugesetzt, auch durch das Leinentuch, was wir verwendet haben, ging es nur ziemlich langsam und hat die ganze Nacht gedauert.

Das Ergebnis konnte sich aber durchaus sehen lassen. Es hat einen leicht säuerlichen Geschmack, brotig, fast zritronig. Schmeckt ähnlich wie Apfelessig. Für uns nicht wirklich bierig, aber in der altägyptischen Hitze durchaus erfrischend. Experiment geglückt!?

Im Prinzip schon, allerdings sind mir zwei weitere Ansätze umgekippt und schimmelig geworden.

Ich weiß bisher nicht, woran es lag. Oder was der alte Ägypter gemacht hat, wenn so etwas passiert ist, denn mit der Sauberkeit damals war es sicher auch noch nicht soweit her. Andererseits ist das natürlich auch das spannende an der Experimentalarchäologie 😉

Nichtsdestotrotz, das Prinzip funktionierte, wir konnten also unser Schaubrauen vorbereiten. Wir haben uns altägyptische Brautöpfe nachtöpfern lassen und uns entschlossen, das Experiment im historischen Ambiente nachzustellen – auf dem Bajuwarenhof Kirchheim. Warum dort? Nun, der geneigte Leser meines Blogs weiß, daß ich dort ehrenamtlich aktiv bin und den Lehmbackofen betreue. Dieser hat zwar keine direkten altägyptischen Entsprechungen, ist vom Backverhalten aber doch besser als ein moderner Elektrobackofen. Außerdem gibt es einfach schönere Bilder her, als wenn wir in der Museumswerkstatt gebraut hätten!

Die beiden Beiträge des Bayerischen Rundfunks, die dabei entstanden sind, sind am Ende des Beitrages verlinkt, auch ein kleiner Artikel aus der BILD-Zeitung ist dabei herausgekommen.

Alles in allem hat das Experiment gut geklappt, auf einige Schwierigkeiten sind wir aber doch gestoßen. Unser Sieb hat nicht funktioniert, es war zu engmaschig. Wir konnten die eingeweichte Masse also nicht direkt nach dem einweichen abseihen, wie wir es vorgehabt haben, sondern haben es dann doch im Brautopf stehengelassen. Zu transportieren war es nicht, weswegen es nach dem Ansetzen erst einmal eine Woche auf dem Bajuwarenhof stand – es war leider die Woche des Kälteeinbruchs – der Hefe hat das nicht gefallen und sie hat nicht viel gearbeitet. Nach einer Woche war die angesetzte Flüssigkeit immer noch dunkel und roch sehr brotig.

Wir haben das ganze dann abgeschöpft, den Bodensatz entsorgt (bis auf eine Probe, mal schauen, was ich damit noch anfangen kann) und Töpfe und Flüssigkeit ins Museum geschafft. Dort habe ich die Flüssigkeit nochmal in den Tontopf gegossen und ein paar Tage stehen gelassen. Die Hefe ist sofort aktiv geworden – Farbe ist umgeschlagen und es hat geblubbert. Ob es nun trinkbar ist und was der Geschmackstest sagt – wir sind gespannt!

…Fortsetzung folgt…

 

Zum Weiterlesen:

Artikel auf dem Blog der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern

Ancient (t)ales, der Blog von Menqt

Musealer Praxistest in der Mediathek des BR

Podcast „Ägyptisches Bier“, Sendung vom 25.4.16, bei Bayern 2

Video „Bierbrauen“ auf dem Multimediaguide des Museums

 

Bier-Termine im Museum

Gruppenangebot „Das Bier im alten Ägypten“ im Museum

So, 22.5.16, 13 Uhr: Vortrag „Das Bier der alten Ägypter“ von Barbara Link, M.A., im Rahmen des Internationalen Museumstages

Di, 30.5.16, 20 Uhr: Poetry Slam „Prosit!“ im Museum

Murmeltiertag!

Murmeltiertag!

Manchesmal kommt einiges zusammen….eine kleine Spezialisierung auf besondere Jahrestage, die sich im letzten Jahr für die Social Media-Aktivität bei uns im Museum ergeben hat und die Leidenschaft der Museumschefin, was alles Hörnchentierartige betrifft, so sammelt sie unter anderem Murmeltiere!

Heute, am 2. Februar ist der berühmte Murmeltiertag, der Groundhog-Day, den jeder kennt, der schon einmal „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gesehen hat. Für diesen Tag haben wir etwas vorbereitet und das Murmeltier Phil auf Reise durch unser Museum geschickt. Für euch heute der Murmeltiertag im Museum zum Nachlesen!

Phil startet gleich seinen Rundgang! #groundhogday #murmeltiertag #museum

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Phil zeigt sich durchaus interessiert an den altägyptischen Objekten! #museum #murmeltiertag #groundhogday #tour

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Oooooooh, Phil staunt über soviel Anmut! #museum #tour #murmeltiertag #groundhogday #ancientegypt

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