#12von12 im Februar

#12von12 im Februar

Schon wieder ist ein Monat rum, es ist wieder Zeit für #12von12 – 12 Bilder, am 12. eines Monats! Begleitet mich durch meinen Tag!

Die Übersicht über alle #12von12 gibts wie immer ab nachmittags bei Draußen nur Kännchen

Das war der Februar, wir sehen uns im März 🙂

#12von12 im Januar

#12von12 im Januar

Nachdem der letzte #12von12 im Dezember ja etwas ins Wasser gefallen war – Krankenhaus wegen Blinddarm, nur bei
instagram nachzuschauen – kommt heute das erste #12von12 im neuen Jahr 2017!

12 Bilder, am 12. eines Monats! Begleitet mich durch meinen Tag!

Die Übersicht über alle #12von12 gibts wie immer ab nachmittags bei Draußen nur Kännchen

 

Schulranzenfundstücke…heute mein #3von12 #12von12 #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday #januar

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Hausaufgaben…. 🙄 #8von12 #12von12 #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday

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Der ewige Kampf gegen die Wäschberge… #9von12 #12von12 #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday #januar

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Das war der 12. Januar – ich wünsche noch einen schönen Rest-Monat 🤓

Abenteuer-Ausflug

Abenteuer-Ausflug

Heute ist Feiertag, alle haben frei, am Morgen schon strahlte eine Herbstsonne am blauen Himmel – also raus aus der Stadt, ab ins Umland und hinein ins Abenteuer! Sohnemann hatte sich einen erneuten Besuch der Pähler Schlucht gewünscht – wir waren vor 2 Jahren bereits einmal dort gewesen und es hat ihn nachhaltig beeindruckt!

Pähl liegt rund 50 km südlich von München, zwischen Ammer- und Starnberger See und ist mit dem Auto in einer Dreiviertel Stunde bequem zu erreichen. An der Berndorfer Straße gibt es einen öffentlichen Parkplatz, von der Sternstraße aus ist der Weg zur Schlucht ausgeschildert und kann nicht verfehlt werden.

Schon im Ort selbst begegnet man der freilaufenden Natur.

Hühner in Pähl

Hühner in Pähl

Für die Schlucht selbst sei unbedingt festes Schuhwerk empfohlen. Wechselsachen für die Kinder können nicht schaden, zum einen ist der Bachlauf sehr verlockend, zum anderen muß er an mindestens einer Stelle überquert werden. Wir haben es bisher zwar immer ohne Unfall geschafft, aber sicher ist sicher!

Den Hinweg haben wir auf der östlichen Seite der Schlucht zurückgelegt, den Rückweg auf der westlichen. Am Ende der Schlucht gibt es einen wunderschönen Wasserfall, hinter dem man sogar entlanglaufen kann, an den Seiten des kleinen Talkessels kann man auch hochklettern. Auf dem ersten Drittel der Strecke gibt es eine alte verfallene Mühle. Der Weg führt dicht am Bachufer entlang, teilweise muß man etwas über Felsen steigen, der Weg ist mitunter steil und auch über umgefallene Bäume und Äste muß man sich durcharbeiten. Für Groß und Klein definitiv ein Erlebnis!

Der Rundweg selbst sind rund 4 Kilometer, mit Pause beim Wasserfall ist es in 2 Stunden ein schöner kleiner Ausflug.

 

 

 

 

 

 

 

#12von12 im September

#12von12 im September

Falls ihr euch gewundert habt, daß es kein #12von12 im August gab und daß es auch sonst sehr ruhig war…wir waren in Urlaub 😉

Aber nun ist wieder #12von12!

Begleitet mich durch meinen Tag: 12 Bilder, am 12. eines Monats!

Die Übersicht über alle #12von12 gibts wie immer ab nachmittags bei Draußen nur Kännchen!

 

 

 

 

Und raus geht's…! #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday #4von12

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…Kino fertig,ab nach Haus! #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday #6von12

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Im Stemmerhof in München, immer wieder schön 🙂 #12von12 #12v12 #12of12 #meintag #myday #11von12

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Das war der September….wir sehen uns spätestens im Oktober 😉

 

 

 

Frust, Ideen, Kreativität – Pfingstferienaktion im Museum

Frust, Ideen, Kreativität – Pfingstferienaktion im Museum

Manchmal kommt alles anders, als man es plant oder sich vorstellt, doch diesmal war es schon besonders heftig und ich (fast) ratlos.

Seit immerhin schon 1982 bieten wir vom Ägyptischen Museum in den Ferien Aktionen für Kinder an. Zunächst beschränkte sich das auf die große, vierwöchige Sommerferienaktion, seit 2008 haben wir das ganze aber auch auf die Oster-, Pfingst- und Herbstferien ausgeweitet, in diesem Jahr auch auf die Faschingsferien. Mal bieten wir nur eintägige Kurse an, mal auch etwas über mehrere Tage, traditionell an Ostern und Pfingsten. Von den Besucherzahlen früherer Tage, wo wir mit unserem Angebot allein auf weiter Flur standen, können wir heute nur träumen. Damals hatten wir manchmal bis zu 50 Kinder am Tag! Mit dem immer vielfältiger werdenden Angebot der Kinder-Freizeit-Gestaltung hat sich das geändert. Natürlich ebenso dadurch, daß wir jetzt zusätzlich auch in den anderen Ferien präsent sind und sich nicht alles auf den Sommer konzentriert. Früher waren unsere Angebote ganz frei, man konnte ohne Anmeldung einfach so kommen – etwas, das man heute nicht mehr machen kann, denn dann sitzen wir – erfahrungsgemäß – alleine da. Man muß sich inzwischen also anmelden, wenn man an unseren Angeboten teil nehmen will – doch auch das ist noch keine Garantie, daß die angemeldeten Kinder dann auch wirklich kommen, wie wir bei unserer letzten Aktion feststellen mussten.

Die diesjährige Pfingstferienaktion in der ersten Ferienwoche stand unter dem Motto „Ramses – Sonne Ägyptens“. Wie auch schon in früheren Jahren wollten wir einmal wieder ein Theaterstück einüben. Damit wir für die Aufführung auch entsprechendes Publikum hatten, war als letzter Tag, als Premiere, der Internationale Museumstag angesetzt. Soweit, so gut. 14 Kinder hatten sich angemeldet, damit hätte man arbeiten können. Am ersten Tag erschienen….3 Kinder. Eine davon gleich mit der Mitteilung, daß sie zur Aufführung aber nicht da ist. Etwas später kamen noch zwei Nachzüglerinnen, die beide so gut wie kein Deutsch und auch nur am ersten Tag mitmachen konnten.

Das war für mich der Moment, wo ich in der Tat auch erstmal etwas sprach- und ratlos da saß. Die Ferienaktion war angesetzt für 4 Tage, jeweils 4 Stunden lang – man braucht ja Zeit zum Üben, Kulissen erstellen, Kostüme basteln. Und jetzt? Hatte ich zweieinhalb Kinder. Für ein Theaterstück, bei dem ich mindestens 10 gebraucht hätte. Was tun? Ich war an dem Morgen wirklich kurz davor hinzuwerfen und die Kinder wieder nach Hause zu schicken. Kann man ja aber auch nicht machen, schließlich hatten sich die, die da waren schon so gefreut. Ziemlich sauer bin ich immer noch auf die Eltern, die ihre Kinder zu so etwas anmelden und dann einfach nicht erscheinen und sich noch nicht einmal abmelden oder auch nur entschuldigen. Das ist so ungerecht denen gegenüber, die da sind!

Tja, da ich ziemlich gefrustet war und echt nicht wußte, was tun, habe ich die Entscheidung den Kindern überlassen und wir haben das Problem in „großer“ Runde diskutiert. Wir haben nach Alternativen gesucht, wie wir doch mit zu wenig Mitspielern unser Theaterstück einüben können. Ein Puppentheater wurde in die Runde geworfen. Braucht man aber auch ziemlich viele Puppenspieler. Schließlich kam die Erleuchtung – wir drehen einen Film! Aber nicht mit Schauspielern, sondern mit:

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Playmobilfiguren! Die ganze Ägypten-Kollektion inklusive Tempel, Sphinx und Pyramide ist im Museum vorhanden und daß man Theaterstücke gut mit Playmobilfiguren nachstellen kann, weiß ich dank meines ehemaligen Schulkameraden Michael Sommer, der mit Sommers Weltliteratur to go recht erfolgreich ist. Die Kinder sprangen sofort darauf an und so verging der erste Tag wie im Fluge, indem die Figuren sortiert und Rollen verteilt wurden. Es wurde überlegt, was noch fehlt (ich habe zu Hause natürlich auch alles und konnte aufstocken…) und wie wir das ganze dann umsetzen. Eine ehemalige Museumspraktikantin war ebenfalls während der Aktion dabei und konnte ab dem dritten Tag eine Videokamera stellen (Danke, Louisa!!!). Erste Kulissen wurden gemalt und Stellproben gemacht.

Am zweiten Tag wurden erste Probeaufnahmen mit meiner Handykamera gemacht. Wir überlegten, wer wo stehen muß, es wurde hin und hergeschoben, daß auch alles ins Bild passt, an manchen Stellen musste noch der Text angepasst werden und es mussten natürlich auch die Sprechrollen auf unsere Kinder verteilt werden. Manche ägyptische Namen waren echte Herausforderungen: User-Maat-Re-Setep-En-Re, der Thronname Ramses‘ II. Und wie spricht man Neith, Ptah und Seth aus? Und es wurde auch noch eine Szene ergänzt, die im ursprünglichen Theaterstück nicht vorkam – die Kinder wollten unbedingt die Schlacht von Kadesch nachstellen!

An Tag 3 und 4 wurde richtig gefilmt, manche Szenen mussten mehrfach gedreht werden, irgendwas klappt immer nicht und wenn es der Nieser ist, der mitten in den gesprochenen Text platzt oder die Figur, die umfällt oder nicht richtig im Bild steht oder der verpasste Einsatz. Die Einführung musste gedreht werden und natürlich sollten – zur Orientierung für den Zuschauer – zu Beginn noch alle Schauspieler vorgestellt werden. Für mich hieß es aber auch, daß aus all den Videoschnipseln am Ende natürlich auch ein Film werden sollte – ich habe mich mit der Bearbeitung von Videos bisher nicht auseinander setzen müssen, aber das ist ja auch das schöne an meinem Job: auch ich lerne jeden Tag immer wieder dazu 🙂

Den fertigen Film mussten wir uns dann natürlich auch mehrfach anschauen, ob noch etwas fehlt, ob alle Übergänge richtig sind – und immer noch mussten einige Szenen nachgedreht und eingefügt werden.

Das Ergebnis kann sich danke ich durchaus sehen lassen und zur Filmpremiere am Internationalen Museumstag am Sonntag hatten wir immerhin 25 Zuschauer (nicht viel, aber der Tag war eh sehr schwach besucht – das Wetter war zu schön) und stolze Kinder. Alles in allem war es für mich die tollste Ferienaktion, die ich in den zwölf Jahren am Museum je gehabt habe. Die Kinder waren so selbständig, kreativ und mit Feuereifer bis zum Schluß konzentriert dabei, wirklich ganz prima, wenn man den schlechten Anfang bedenkt. Danke Laura, Marthe und Henrik für eure tolle Arbeit!

Ich will euch unser Endprodukt natürlich nicht vorenthalten – hier ist er, der Film „Ramses – Sonne Ägyptens“:

 

Grimms Märchen? Nicht für Kinder… – Unser Besuch in der Grimmwelt Kassel

Grimms Märchen? Nicht für Kinder… – Unser Besuch in der Grimmwelt Kassel

In dieser Woche bin ich mit Mann und Kind im Osterurlaub – zu Besuch bei der Familie in Kassel! Kassel ist ja seit jeher eine Museumsstadt und nicht zuletzt hat hier mit der Arbeit im Planetarium im Astronomisch-Physikalischen Kabinett und dem Praktikum in der Antikensammlung meine Museumskarriere begonnen!

Im letzten Jahr hat nun mit der Grimmwelt Kassel ein neues Museum eröffnet. Bis 2014 war das Brüder-Grimm-Museum im Palais Bellevue untergebracht, Neubau und Neukonzeption waren lange schon in Planung – ein Besuch des neuen Museums stand also für unseren Osterurlaub an oberster Stelle, zumal ich viel Lob über das Museum gehört hatte, die Architektur des Baus wurde mehrfach ausgezeichnet und nicht zuletzt liegt der Bau direkt gegenüber meiner ehemaligen Schule 😉

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Selbstverständnis der Grimmwelt Kassel

Das alte Brüder-Grimm-Museum hatte einen ganz eigenen, urigen Charme. Untergebracht im historischen Gebäude, ausgestattet mit Originalmöbeln und Dokumenten – einen Eindruck aus dem alten Haus kann man sich auf den Seiten der Brüder-Grimm-Gesellschaft verschaffen: Virtuelles Museum. Das neue wirkt schon von außen sehr modern. Der Bau ist toll, sehr beeindruckend, und fügt sich wunderbar in die Landschaft ein, wenn man von der Frankfurter Straße her auf den Weinberg schaut.
Die Neukonzeption des Museums orientiert sich nach Stichworten aus dem Deutschen Wörterbuch – anhand von insgesamt 25 Buchstaben wird der Besucher durch die Ausstellung geleitet. Insgesamt ist die Ausstellung in drei Themenbereiche gegliedert. Diese Konzeption wird dem Besucher gleich zu Beginn des Rundganges mitgeteilt und taucht auch in den Flyern auf.

Zusammengefasst und vorweg – mich hat der gesamte Besuch sehr enttäuscht. Meine Erwartungen an das Museum wurden in keinster Weise erfüllt. Ausgenommen davon die wirklich beeindruckende Architektur des Hauses – von außen, in Teilen auch von innen. Das macht schon wirklich etwas her, aber ein Museum lebt nicht vom Gebäude alleine und an der didaktischen Umsetzung des ganzen hapert es meiner Meinung nach leider gewaltig.

Da steht gleich zu Beginn einmal der Preis. 8 € Eintritt in die Dauerausstellung, noch einmal 5 € zusätzlich für die Sonderausstellung (die haben wir uns nicht angeschaut…), Kinder ab 6 Jahren kosten 6 € Eintritt. Immerhin gibt es eine Familienkarte für 20 €, aber trotzdem, ich finde die Preise ziemlich happig. Einen Tag mit verbilligtem Eintritt gibt es leider nicht, wobei das in allen Kasseler Museen so zu sein scheint. Vielleicht wäre das einmal eine Überlegung wert, so etwas einzuführen?

Es gibt eine App zur Ausstellung, die auch auf Leihgeräten mitnehmbar ist. An der Kasse wurden wir allerdings weder auf das eine, noch auf das andere hingewiesen. Ich habe mir die App im Nachgang aufs Handy heruntergeladen und festgestellt, daß sie nicht sehr hilfreich gewesen wäre. Nach einer kurzen gesprochenen Einleitung hat man die Übersicht über die 25 Stichworte zusammen mit einer kurzen Erklärung, die vermutlich in etwa dem Text in der Ausstellung entspricht. Kein Überblick über die Ausstellung, kein Grundrißplan oder Rundweg, keine tiefergehenden Informationen. Teile der Webseite mit Besuchsinformationen finden sich ebenfalls, allerdings läuft die App auch nicht stabil und muß immer wieder neu gestartet werden. Das hätte man sich auch schenken können. Positiv herauszustellen ist, daß es die App in verschiedenen Sprachen und auch in Blindendeskription und Gebärdensprache gibt – das ist wirklich toll!

Rundgangs-Flyer der Grimmwelt

Rundgangs-Flyer der Grimmwelt

Der Rundgang in der Ausstellung ist wie schon erwähnt nach Buchstaben / Stichworten geordnet, im Flyer auch wunderbar alphabetisch aufgelistet. Leider ist der Rundgang dann nicht alphabetisch, sondern von den Buchstaben her vollkommen willkürlich und beginnt auch noch bei „Z“. Nicht nur, daß man zunächst denkt, man wäre am Ende und sucht dann das „A“ (das es nicht gibt), auch sonst erschließt sich der Rundgang im Museum in keinster Art und Weise, so daß wir dann doch etwas ziellos durch die Ausstellung gegangen sind.

Der Rundgang selber beginnt mit der Arbeit der Grimms am Deutschen Wörterbuch – sicher von wissenschaftlicher Seite her ihr bedeutendstes Werk, aber leider sind sie nun vor allem für ihre Märchen bekannt. Die kommen erst relativ spät, ab dem Buchstaben „K“. Wir haben uns mit dem Kind (zur Orientierung, er ist fast 8 und durchaus museumserfahren) durch den Bereich Wörterbuch und Sprache – ja, leider – gequält. Die gesamte Ausstellung ist sehr sehr textreich, es gibt unglaublich viel zu lesen, aber leider nichts für Kinder. Das einzige, was er toll fand, war der Schimpfwort-Trichter – in den man ein Schimpfwort hineinrufen konnte und dann mit einem aus Grimms Zeiten bedacht wurde. Sicherlich spaßig, pädagogisch wertvoll? Nunja. Es gab eine Station, wo man neue Worte eintragen konnte. Sohnemann war nicht der einzige, der dort GRDDSDNNIKMLW eingetippt hat.

Schon hier in dem Bereich ist mir aufgefallen, daß alles sehr künstlerisch aufgebaut ist. Somit ist es optisch durchaus ansprechend, oftmals fehlt aber der inhaltliche Bezug oder es wirkt sogar überkünstelt, wenn man Märchentexte, die übereinander auf farbige Wände geschrieben sind, mit jeweils einer roten oder blauen Brille lesen kann (funktioniert auch nur eingeschränkt).

Was mir fehlt, war der rote Faden, der durch die Ausstellung führt, der einen von einem Punkt zum anderen begleitet und auch weiterleitet. Mich hat dort nichts wirklich gefesselt oder angeregt, mich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Die Masse an Texten und Informationen hat mich schier erschlagen, andererseits standen manche Dinge recht lieblos und beliebig in der Gegend herum, ohne das ihnen ein Bezug gegeben wurde.

Ein Anspruch des Museums war es, kein Disneyland zu sein. Das haben sie erreicht und sind dabei leider auch weit über das Ziel herausgeschossen. Der Bereich der Märchen, die ja nun gerade der Bereich sind, mit dem man Kinder an die Welt der Grimms heranführen könnte, sind derart künstlerisch und wieder ohne Zusammenhang dargestellt, daß man spätestens jetzt jegliche Lust verliert. Ein nachgebauter Wald aus grünen Riesenborsten mit roten Lautsprechern, aus denen Wortfetzen dringen. Mitten im Wald eine Holzleiste, die zu einem Spiegel führt. Stellt man sich davor, bekommt man diverse Leute als Projektion im Spiegel gezeigt, die sich über Schönheit auslassen. Eine Sitzbank, auf die man sich niederlassen kann und dann selber in ein Diorama hineinprojiziert wird, wo sieben ziemlich alberne Zwerge hineintanzen. Ein kleiner Filmraum, wo Rumpelstilzchen von verschiedenen Personen erzählt wird, leider immer wieder auch durch fremdsprachliche Einschübe unterbrochen, so daß man total den Faden verliert. Ein steriles weißes Häuschen, in dem ein halbrunder Lederball ist, den man schubsen kann. Es erklingt Geschrei. Soll wohl die Hexe von Hänsel und Gretel sein, die man ins Feuer schiebt. Ein weiters Häuschen mit der Projektion der Großmutter auf einem Bett, die sich dann in den Wolf verwandelt. Beängstigend. Ein Kinosaal, wo frei zusammengestellt Ausschnitte moderner Märchenverfilmungen zu sehen sind, mehrere nebeneinander und immer wieder wechselnd. Das alles diesmal OHNE große Erklärungen. Sehr künstlerisch, sehr sinnfrei und in keinster Weise kindgerecht oder auch für Erwachsene interessant.

Nach diesem so enttäuschenden Teil habe ich schon fast aufgegeben. Durch den Rest bin ich nur noch durchgeschlendert. Ging um die Grimmsche Familie, das politische Engagement und zum Schluß wurden noch ein paar Möbel gezeigt. Nicht schön arrangiert, sondern zusammengepresst in einer Vitrine daß es aussah, wie eine bessere Rumpelkammer. Schade!

Würde man sich mit dem Wirken der Grimms auf wissenschaftliche Weise auseinandersetzen wollen, hätte man sich vielleicht auch schon mit ihnen beschäftigt und würde sich viel, viel Zeit und Geduld mitnehmen, dann wäre das Museum eventuell interessant. Für den Museumsbesucher wie mich, der begeistert werden möchte für ein Thema, der entdecken und staunen und ja, auch unterhalten werden will, ist dieses Museum leider nichts. Und auch Kinder und Jugendliche wird man so nicht für die Märchen und nicht für das andere, durchaus bedeutende Wirken der Brüder Grimm begeistern können. Das ist sehr schade, denn gerade mit den Märchen hätte man doch einen wunderbaren Bezug zur Lebenswelt der Kinder und könnte sie ausgehend davon mit der Person der Grimms und der Entstehung der Märchen in Kontakt bringen. Dazu aber müsste man etwas vom hohen Roß der künstlerischen Vermittlung herunterkommen und vielleicht doch ein klein wenig inszenieren und disney-isieren, um den Zauber der Märchenwelt einzufangen. Denn gerade die Kinder sind es doch, die wir als Museumsmacher haben wollen. Gerade die Kinder, wollen wir doch nicht mit einer langweiligen, hochmodernen Darstellung von der Institution Museum abschrecken. Die Kinder sind unsere zukünftigen Besucher und die wollen wir doch haben!

Also, liebe Grimmwelt – da ist noch viel zu tun. Apps, Führungen und künstlerische Installationen reichen da leider nicht aus. Was macht eigentlich eure Museumspädagogik? Bietet ihr Ferienaktionen an? Kindergeburtstage? Ich habe bisher auch da nur stylishe Events mit Feierabendgetränk gefunden aber nichts „Handfestes“. Wirklich schade.

Ein paar weitere Eindrücke in Bildern (und nicht wundern, wenn da ein Yoshi auf dem Bild ist…er begleitet uns öfters durch Museen):

Das war mein Eindruck.

War denn jemand von meinen geneigten Lesern schon in der Grimmwelt in Kassel? Wie seht ihr das Museum?

#12von12 im Februar

#12von12 im Februar

Schon wieder ein ganzer Monat rum! Schon wieder Zeit für #12von12 – 12 Bilder, die den Tag dokumentieren.

Kommt mit und geht mit mir durch den Tag! 

Eine Übersicht über alle Teilnehmer von #12von12 gibt es bei Draußen nur Kännchen!

Oh du Lebenselixier am frühen Morgen! #1von12 #12von12 #Kaffee #coffee #gutenmorgen

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Heute in Begleitung… #2von12 #12von12

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Warten auf fehlende Kinder zur Ferienaktion…#3von12 #12von12 #museum #kinder #fasching

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Und auf ans Werk in der #Ferienaktion! #5von12 #12von12 #museum #kinder #masken

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Halbzeit! Mittagessen! #6von12 #12von12 #mcdonalds

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Auf nach Hause….endlich! #9von12 #12von12

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Home sweet home – wir werden schon sehnsüchtigst erwartet! #10von12 #12von12 #catcontent

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…und das wars bei #12von12 …ich verabschiede mich in den Tv-Abend! #got #gameofthrones #neuestaffel

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Das war es dann wieder für heute….wir sehen uns wieder im März zum nächsten #12von12