Nur ein Block?

Ich gestehe…ich habe eine neue Leidenschaft, die unglaublich zeitfressend ist – weswegen ich in letzter Zeit auch nicht so häufig zum Schreiben komme, wie ich es mir eigentlich wünsche…

Die Leidenschaft heißt Minecraft. Minecraft ist ein Computerspiel, daß es schon seit immerhin 2011 gibt und inzwischen ist es das meistverkaufte PC-Spiel aller Zeiten. 5 Jahre hat es gedauert, bis es mich auch erwischt hat.

Das Spielprinzip ist simpel. Minecraft generiert eine Welt, in der alles aus Blöcken besteht…Natur, Pflanzen, Tiere, Bauwerke, alles setzt sich aus Blöcken zusammen.

Kies im Vordergrund, Bäume, Wiesen, Blumen, Berge im Hintergrund

Blick in die Landschaft: Kies im Vordergrund, Bäume, Wiesen, Blumen, Berge im Hintergrund

Blick in die Landschaft: Bäume, Wasser, Berge aus verschiedenen Gesteinen und Erde

Bäume, Wasser, Berge aus verschiedenen Gesteinen und Erde

Diese Blöcke können verändert werden, abgebaut oder neu zusammengesetzt. Der Spieler beginnt (er „spawnt“) zu Anfang in einer gänzlich jungfräulichen Welt. Das Inventar ist leer, er hat nur seine Hände. Um in der Welt voranzukommen, braucht er zunächst Ressourcen wie Holz, Stein, Erde, Wasser, Wolle. Diese kann er mit der Hand abbauen, doch das dauert. Einfacher geht’s mit Werkzeugen.

Hat man also die ersten Bäume/Holz abgebaut, kann man dies zu Brettern umwandeln und aus den Brettern Stöcke herstellen. Aus Brettern und Stöcken kann man sich seine ersten Werkzeuge bauen: eine Axt zum Bäume fällen, eine Spitzhacke, um Steine abzubauen, eine Schaufel für Sand, Kies und Erde, ein Schwert zur Verteidigung.

Kühe und Schafe aus Blöcken. Es gibt auch noch Pferde, Hühner, Tintenfische...

Kühe und Schafe aus Blöcken. Es gibt auch noch Pferde, Hühner, Tintenfische…

Diese Werkzeuge können verbessert werden – zu Steinwerkzeugen, Metallwerkzeugen oder sogar welche aus Gold oder dem ultimativen Diamant. Doch man braucht noch mehr.

Es gibt in der Minecraft-Welt einen Tag-Nacht-Rhythmus, der jeweils 10 Minuten dauert. Nachts ist es dunkel, genauso wie in unterirdischen Minen, in denen man Kohle, Erz oder andere wertvolle Dinge findet. Man braucht also Licht. Indem man einen Stock mit Kohle kombiniert, bekommt man Fackeln. Tadaaa, Licht.

Erstellen einer Fackel im Inventar

Erstellen einer Fackel im Inventar

Einfache Dinge wie solche Fackeln, Bretter, Stöcke, kann man im eigenen Inventar mit der Hand herstellen. Für größere und kompliziertere Dinge braucht es dann eine Werkbank. Erz und Gold muß natürlich auch geschmolzen und weiterverarbeitet werden, dazu braucht es einen Ofen.

Die „Rezepte“, um verschiedene Dinge herzustellen, sind intuitiv und nachvollziehbar, man muß Dinge nur auf ihr Grundmuster reduzieren. Eine „U“ aus Holzbrettern ergibt ein Boot. Ein „H“ aus Stöcken ergibt eine Leiter.

In Minecraft gibt es verschiedene Spielmodi. Man kann alleine oder auch im Mehrspieler-Modus spielen. In letzterem teilt man sich eine Welt – wir haben inzwischen unsere gemeinsame Familienwelt, denn Mann und Sohn spielen natürlich auch 😉

Unser gemeinsames Heim im Dschungel

Unser gemeinsames Heim im Dschungel

Desweiteren gibt es den „Überlebensmodus“, das normale Spiel, und den „Kreativmodus“, wo man bereits alles an Ressourcen zur Verfügung hat, sich nicht mit fällen, schürfen, schmelzen aufhalten muß, sondern einfach bauen kann. Wenn man weiter und tiefer in die Minecraft-Welt einsteigt, kann man sogar Maschinen und Schaltkreise bauen – das Spiel hat kaum Grenzen.

Soweit bin ich noch lange nicht. Mich fasziniert momentan eher das Bauen, Minen und Forschen.

Braucht man noch ein wenig mehr Herausforderung, so kann man auch mit Monstern spielen. Nachts wird die Minecraft-Welt dann unsicher. Sobald es dunkel wird, kommen Zombies, Hexen, Skelette und andere Unwesen aus ihrem Versteck und greifen an – da heißt es, alles gut auszuleuchten, sein Heim zu befestigen und sich zu bewaffnen. Das kann mitunter sehr aufregend sein!

Neben der normalen Welt (man kann im übrigen natürlich viele Welten erschaffen, jede ist anders!) gibt es noch den finsteren Nether, die Unterwelt, mit riesigen Lava-Meeren, finsteren Festungen und ganz eigenen Ressourcen. Schon ohne Monster gefährlich, mit Monstern? Herzrasen! Um dort hinzukommen, muß man ein eigenes Nether-Portal erschaffen, auch das nicht ganz so einfach.

Doch auch die Oberwelt bietet für den Forscher mehr als genug. Es gibt unterschiedliche „Biome“ – Wälder, Berge, Meere, Wüsten, Taiga, Dschungel. In der Wüste findet man Pyramiden, im Dschungel verlassene Tempel, unter der Erde kann man auf verlassene Minen treffen – und überall kann man Schätze finden! Allerdings sind diese natürlich durch Fallen gesichert und manch unbedarfter Spieler hat sich beim Plündern einer Pyramide schon in die Luft gesprengt. Ups.

Denn ja, sterben kann man auch in Minecraft. Man kann ertrinken, sich zu Tode stürzen, wenn man von zu hoch herunterspringt, es können einem Steine auf den Kopf fallen, man kann in Lava fallen oder sich eben in die Luft sprengen. Doch: es ist nicht alles verloren, denn man spawnt erneut.

Ich könnte noch viiiiiel mehr schreiben, ich denke, ihr könnt meine Faszination für diese Spiel erahnen. Bemüht doch mal Google und schaut euch an, was für Bauwerke man in Minecraft erschaffen kann – unglaublich! Und wenn ihr selbst Lust bekommen habt, einmal hereinzuschnuppern: es gibt auch eine kostenlose Demo-Version!

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3 Kommentare zu “Nur ein Block?

  1. Es ist schon erstaunlich, welches Massenphänomen Markus „Notch“ Persson mit Minecraft geschaffen hat. Und dass es nach all der Zeit immer noch neue Spieler generieren kann. Mit Wehmut denke ich an die Zeiten zurück, die du da beschreibst. Als ich noch nicht wusste, wie man all diese komplizierten Dinge bauen kann, und an meinen ersten Tagen meine größte Sorge war, wie ich möglichst lange vor den Zombies entfliehen kann. Wie ich mir dann am Strand eine erste, behelfsmäßige Hütte baute, aus Brettern, aber ohne Tür („Wie, es gibt Türen???“), dafür auch ohne Dach, damit ich den Stand der Sonne oder des Mondes verfolgen kann.

    Gewiss, Minecraft hat sehr sehr viele Schwächen, und trotzdem es inzwischen schon lange veröffentlicht und bestetig erweitert wurde, bleibt der schale Beigeschmack, dass die Entwickler irgendwann einfach genug hatten von diesem Projekt. Ein Glück, dass es eine wache und kreative Community gibt, die dem Spiel inzwischen so viele Details beigefügt hat, dass man seiner Kreativität wirklich freien Lauf lassen kann.

    Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Minecraft nach langer Zeit endlich mal wieder ein Titel war, der in der Branche einen Meilenstein gesetzt hat: Es gibt sie also doch, diese Spiele, bei denen man nicht drölfzillionen Liter virtuelles Blut vergießen muss, bei denen man nicht das ewig Gleiche in lediglich anderem Kostüm durchlebt, sondern in dem man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Nicht umsonst hatte Minecraft zahllose Nachahmer und begründete gar ein ganz neues Spielegenre.

    Ich wünsche der Familie also noch viel Spaß mit dem Klötzchenbau-Simulator – vielleicht haben wir ja Glück, und einige eurer Kreationen oder so manche Abenteuer-Geschichte schaffen es hier auf diesen Blog? 😉

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  2. Das ist ja witzig! 😀
    Ab und zu spiele ich das auch – bin vor etwa zwei Jahren von meinem Sohn angefixt worden. Seitdem versuche ich mich in der Konstruktion von Mega-Bauwerken, das dürfte Ägyptenverrückten irgendwie wesenseigen sein. 😉

    Gefällt 1 Person

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