Kind und Karriere…

…oder Work-Life-Balance oder wie auch immer man es überschreiben möchte.

Vor gerade 3 Monaten hatte ich ja schon einmal einen kleinen Artikel dazu verfasst: Von der Vereinbarkeit. Dort habe ich euch unsere Situation geschildert, die manchesmal ganz schön auf die Probe gestellt wird: seit dem Artikel nämlich schon zweimal.

Zunächst Mitte Dezember, als sich Sohnemann im Hort mit Scharlach angesteckt hatte und eine Woche zu Hause bleiben musste. Tja, und das in der Vorweihnachtswoche, wo vor den Ferien im Museum grundsätzlich noch das Buchungstelefon heiß läuft, unglaublich viele gebuchte Schulklassen da sind, eine Kollegin im Mutterschaftsurlaub war und so weiter. Nicht schön, wenn dann in der eh schon dünnen Personaldecke noch jemand zwangsweise stillgelegt wird und sich daheim ums kranke Kind kümmern muss.

Ja, und gerade jetzt. Diese Woche sind ja hier in Bayern Faschingsferien. Normalerweise sind wir in der Woche in den letzten Jahren immer zu meinen Eltern zu Besuch gefahren. Dieses Jahr haben wir darauf (leider) verzichtet, zum einen, weil eben Kollegin im Mutterschutz, zum anderen, weil wir dies Jahr das erste Mal auch in den Faschingsferien im Museum eine Ferienaktion anbieten und nicht zuletzt, weil das Kind endlich mal wieder zum Kibelino wollte, der Ferienbetreung des ESV München. Er war dort vor zwei Jahren im Sommer gewesen und hatte großen Spaß an dem Sportprogramm. Es hätte ja alles so gut gepasst, wenn…ja, wenn nicht am Montag, als ich ihn nach dem ersten Tag abholen wollte, mein Handy klingelte und mir vom Kibelino mitgeteilt wurde, daß sich mein Kind gerade auf dem Weg in die Notaufnahme befindet. Er hat beim Spielen und Rennen an einer Kante einer Wand in der Sporthalle gebremst und eine Platzwunde an der Stirn. Super – das war’s dann gewesen mit der Ferienbetreuung.

Ihm geht es soweit gut, er ist geradezu wieder mopsfidel. Die Wunde (bis auf den Knochen!) wurde nur geklebt, nicht genäht, aber Sportprogramm entfällt. Schule hat Ferien, Hort hat zu, Ferienbetreuung entfällt, Kind geht es so gut, daß wir auch nicht guten Gewissens uns krankschreiben lassen wollten, Mann hat die Tage wichtige Termine in der Arbeit. Worst Case….also kam das Kind heute morgen mit mir auf die Arbeit. Ein Dank an die Chefin, daß so etwas in Ausnahmefällen möglich ist und ein Hoch auf You Tube, mit dem man das Kind dann auch beschäftigen kann. 😉

Morgen darf/muss er nochmal mit – aber da gibts ja dann unsere Ferienaktion. Ohne Sport.

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