#MunichInstaSwap

Am vergangenen Wochenende war es soweit – es fand der erste #MunichInstaSwap statt. Doch was ist das eigentlich?

Ein Swap ist zunächst einmal die Bezeichnung für einen Tausch, Insta ist die Bezeichnung für die Plattform, auf der das Ereignis stattgefunden hat: Instagram. Und Munich für München!

Bei diesem Tausch wurden zwei Kultureinrichtungen per Losverfahren miteinander verpaart, besuchten sich gegenseitig und berichteten via Instagram von ihren Eindrücken. Ähnliche Aktionen hatten auch schon Ende November in Hamburg(#museumswaphamburg) und im August in London (#museuminstaswapstattgefunden. Die Idee, so etwas auch in München stattfinden zu lassen entstand spontan in einer Twitterdiskussion, schnell erklärten sich die Kulturkonsorten bereit, das ganze zu organisieren und schon fanden sich die ersten Teilnehmer.

Schlußendlich wurden es 10 Kulturinstitutionen – im Gegensatz zu Hamburg und London war das Teilnehmerfeld nicht nur auf Museen beschränkt, was spannende neue Einblicke und Eindrücke brachte – und die endgültigen Paarungen wurden Anfang Dezember verkündet.

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Uns, dem Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, wurden die Pinakotheken zugeordnet – die ja dankenswerterweise uns räumlich direkt gegenüber liegen und deren Social-Media-Chefin Antje Lange auch schon bei verschiedenen Aktionen bei uns zu Gast war. Der #MunichInstaSwap sollte am Wochenende 5./6. Dezember stattfinden – doch braucht so eine Aktion auch eine gewisse Vorbereitung, so daß Antje und ich zunächst einmal Informationsmaterial in Form von Katalogen und Presseinfos zu den Häusern austauschten und dann die gegenseitigen Besuche vereinbarten – ich war am Donnerstag Nachmittag in den Pinakotheken (Neue und Alte), Antje kam am Freitag zu uns ins Museum.

 

Wie geht man das Ganze nun an? Worüber sollten wir als Ägyptisches Museum in den Pinakotheken berichten? Was würden die anderen machen? Das wurde offen gelassen, jeder konnte seinen eigenen Schwerpunkt wählen.

Beim Blättern in den Katalogen der Pinakotheken schaute ich – naturgemäß und ganz automatisch – nach Aegyptiaca in den Gemälden und versuchte, darüber Anknüpfungspunkte zu unserem Haus zu finden. Einiges lag ganz klar auf der Hand:

Bei anderen Bildern habe ich auf spontane Assoziation gesetzt:

Manche Ideen hat unser Praktikant Christoph, der uns beim Rundgang begleitet hat, geliefert – das hätte ich ganz übersehen!

Und ich muß ja zugeben – trotz räumlicher Nähe, einer doch gewissen Kulturaffinität und schon seit 10 Jahren in München war es mein erster Besuch in der Neuen Pinakothek – wie peinlich. Habe aber beschlossen, daß Mann und Sohn demnächst mal bei einem privaten Besuch mitkommen dürfen und wir uns das ganze Museum in Ruhe anschauen – denn an einem Nachmittag durch zwei große Häuser zu laufen ist doch schon ganz schön anstrengend – die Pinakothek der Moderne und die Sammlung Schack haben wir gar nicht mehr geschafft, aber ich hatte auch so schon genügend Inspiration gefunden und habe am selben Abend noch rund 40 Postings vorbereitet und geschrieben.
Das ganze Wochenende bedurfte einiger Organisation im Hintergrund, denn am Samstag fand bei uns im Museum noch eine Veranstaltung aus der Reihe „Altägyptische Literatur“ statt, bei der ich am Nachmittag noch einen Vortrag halten und alles vorbereiten durfte, abends hatten wir Konzertkarten und Sohnemann übernachtete bei einer Freundin, am Sonntag hatte ich ihm versprochen, daß wir nachmittags ins Kino gehen und ein Nachteil von Instagram ist, daß man keine Postings vorbereiten kann, sondern immer „live“ die Beiträge abschicken muß – war spannend 😉

Am Freitag Nachmittag stand der Besuch unseres Hauses auf dem Plan – nun sind wir wesentlich kleiner als die Pinakotheken und so konnten wir bei uns noch viel mehr hinter die Kulissen schauen – wir haben die Magazine und das Lager besucht und wirklich in fast jeden Raum hineingeschaut. Das hatte zur Folge, daß wir bei uns genauso lange unterwegs waren wie in den beiden Pinakotheken, jeweils etwa 3 Stunden und wo gegen Ende des Besuches in den Pinakotheken bei mir aufgrund der Fülle der Bilder einfach auch die Aufmerksamkeit nachgelassen hat, mussten wir beim Gegenbesuch in unserem Haus zum Schluß ordentlich Tempo geben, um auch alles zu schaffen. Ich glaube, wir hätten an den Besuch noch mindestens 2 Stunden dranhängen können, wenn es gepasst hätte – auf jeden Fall war es spannend zu sehen, was die Pinakotheken am Wochenende als Ergebnis des Besuches gepostet haben!

Alles in allem haben mir die Besuche und die Aktion am Wochenende sehr viel Spaß gemacht – ich hoffe, daß ein solcher InstaSwap bald wiederholt wird und bin gespannt, bei welchem Partner wir dann schauen dürfen!

Wer die ganze Aktion noch einmal nachlesen möchte, der kann dies bei Storify tun:

#MunichInstaSwap

Pinakotheken und Ägyptisches Museum

Auch bei den Kulturkonsorten gibt es einen

Rückblick auf den #MunichInstaSwap

Hier findet man uns bei Instagram:

Ägyptisches Museum

Pinakotheken

 

Hast Du den #MunichInstaSwap live verfolgt? Wie hat Dir die Aktion gefallen? Und in welchen Social Media bist Du unterwegs? Wie immer freue ich mich über Rückmeldung!

 

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Ein Kommentar zu “#MunichInstaSwap

  1. Danke für die tolle Nachlese! Du warst ja wirklich super produktiv beim #Munichinstaswap und es war eine wahre Freude, die Pinakotheken ganz neu mit den Augen der Ägyptologin zu sehen! Wir haben unseren Besuch beim Archiv Geiger ebenfalls Revue passieren lassen und sind schon gespannt, wer sich von den anderen Häusern noch an einen Rückblick wagt.

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