Von der Vereinbarkeit…

Nachdem ja nun meine Ägypten-Blog-Serie ziemlich abgeschlossen ist, bleib ich doch irgendwie beim Thema, nämlich meinem Beitrag zur Blogparade  #LernenFamilie von daddylicious in Zusammenarbeit mit IUBH Fernstudium.

Die Vereinbarkeit von Job und Familie und dann noch der Wunsch nach Karriere, Weiterbildung etc. – wie läuft das bei uns? Nun, da muß ich etwas länger und weiter ausholen.

Mein Sohn ist 2008 geboren, ich habe direkt nach dem Mutterschutz wieder angefangen zu arbeiten, damals hatte ich eine halbe Stelle, in Absprache mit meiner Chefin hatte ich mein Arbeitspensum auf 3 Stunden täglich reduziert, der Rest Stunden lief bei Abendeinsätzen oder am Wochenende – in einem Museum sind solche Sondereinsätze unvermeidlich. Da mein Mann auch Vollzeit arbeitet – einer muß ja das Geld ranbringen, denn nur von Ägyptologie kann man auch nicht wirklich gut leben – brauchten wir also Betreuung fürs Kind. Wir haben uns eine Tagesmutter gesucht, bei der er mit 8 Wochen dann vormittags immer war. Ich habe zwischen den Stillpausen gearbeitet, bzw. mit Abpumpen einen Milchvorrat angelegt – glücklicherweise waren Arbeit, Tagesmutter und Zuhause nicht allzu weit auseinander. Ich muß dazu sagen, daß ich im ganzen nachgeburtlichen Hormonüberschwang eigentlich schon am liebsten die Zeit nur mit dem Kind verbracht hätte, aber meine Chefin kennt mich manchmal besser, als mir lieb ist und meinte, daß ich mich durch einen langen Ausstieg nur selbst unglücklich machen würde – Recht hat sie gehabt, denn dafür liebe ich meine Arbeit zu sehr, wie ich inzwischen auch weiß 😉

Mit 1 Jahr kam Sohnemann dann in die Krippe, mit 3 in den Kindergarten, bei beiden blieb er bis ca. 14 Uhr, so daß ich meine halbe Stelle auch gut ausfüllen konnte, aber auch noch genügend Zeit fürs Kind habe. Natürlich kommt man manchmal ins Schlingern, sei es, weil dringende Einsätze oder Termine am Nachmittag anliegen, aber entweder lässt sich da etwas bei Freunden und Bekannten organisieren, oder das Kind kommt halt einfach mit, da habe ich keine Hemmungen!

Gegen Ende der Kindergartenzeit konnte ich meine Stelle auf dreiviertel aufstocken – die Buchungszeit aber nicht, es war also auch immer etwas Gehetze, das Kind rechtzeitig abzuholen, aber da ich ein Morgenmensch bin, starte ich meist gegen 7.30 Uhr auf der Arbeit und dann passt das auch! Der Morgendienst liegt seit jeher in Papas Händen, er kann etwas später anfangen und hat Kind also immer zur Tagesmutter, Krippe, Kita gebracht.

Manch einem mag es unverständlich erscheinen, daß man sein Kind schon so früh in Fremdbetreuung gibt, auch ich habe durchaus einige schräge Blicke geerntet, daß ich so früh wieder angefangen habe, aber: Unser Sohn hat NIE Probleme beim ein- und umgewöhnen in Krippe, Kita, Hort, Schule gehabt, denn er ist damit aufgewachsen, quasi fast von Geburt an, daß Mama und Papa arbeiten und er anderweitig betreut ist – er kennt es also nicht anders. Er ist aufgeweckt und umgänglich, hilfsbereit und sozial kompetent und das schiebe ich jetzt auch mal alles auf die frühe Betreuung.

Inzwischen ist er in der zweiten Klasse, danach im Hort, ich arbeite seit 1.10. wieder Vollzeit und es klappt weiterhin alles ohne Probleme, Auch Weiterbildungen sind bei uns kein Problem – man muß sich innerfamiliär natürlich nur entsprechend abstimmen, dann sind auch mehrtägige Tagungen in anderen Städten möglich. Ich leide bei so etwas meist mehr als das Kind 😉

Das Beste ist es natürlich, wenn man vom Museum aus selbst Gastgeber oder Veranstalter von Fortbildungen ist – dann kann man so etwas gleich in der Arbeitszeit erledigen – passt!

Unsere größte organisatorische Herausforderung war jetzt natürlich meine Fortbildung – die ich gegeben habe – in Ägypten – zwei Wochen Abwesenheit verlangten da von allen etwas ab. Mann muß bis 17 Uhr arbeiten, Kind ist bis 17 Uhr im Hort, Hort macht dann zu. Das Problem haben wir so gelöst, daß das Kind nach dem Hort noch zu verschiedenen Freunden in der Nähe ging und dort dann vom Papa abgeholt wurde. Zwei Wochen – kein Problem. Hoffen wir, daß es auch in Zukunft so läuft!

Und jetzt muß ich gleich los und das Kind vom Hort abholen…;)

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2 Kommentare zu “Von der Vereinbarkeit…

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